Goldwaschen

Was ist das genau?

Das Goldwaschen ist eine der ältesten und vor allem am weitesten verbreiteten Methoden der Goldgewinnung. Dabei wird das Waschgold von Schwermetallen und tauben Gestein getrennt. Es gibt sowohl händisches Goldwaschen als auch maschinelles Goldwaschen. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass beim Goldwaschen ein Sieb verwendet wird. Vielmehr dienen „Pfannen“ oder Waschrinnen als technische Hilfsmittel.

Goldwaschen in Deutschland und Österreich

In Deutschland und Österreich ist das Goldwaschen ein weit verbreitetes Hobby. Die Tagesausbeute beträgt meist nur 0,3 bis 1 Gramm. Geübte Goldwäscher können auch mal bis zu 3 Gramm Gold je Tag erwaschen aber mehr ist kaum möglich. Außerdem findet man im deutschsprachlichen Raum kaum Nuggets die ein Gewicht von 10 Gramm übersteigen.

Bedeutende Abbaustätte im 14. und 15. Jahrhundert war der Goldberg von Rauris. Dieses Abbaugebiet war seinerzeit das größte dieser Art. Rauris ist eine Marktgemeinde in Salzburg (Österreich) mit kaum mehr als 3.000 Einwohnern. Bedeutung erlangte Rauris erstmals 1354 als der Abbau von Gold begann. Ab 1636 wurde der Goldbergbau sogar von der Erzbischöfen aus Salzburg betrieben. Der letzte bekannte professionelle Goldwäscher aus Rauris war H. Schabauer, der 1961 sein Handwerk niederlegte.

Die Waschrinne

Eine Waschrinne zur Goldgewinnung ist ein Strömungskanal der den Auftriebsunterschied zwischen Sand und Gold nutzt. Diese Technik wird bereits seit mehr als 4.000 Jahren zur Goldgewinnung genutzt. Diese Waschrinnen sind in der Regel zwischen einem und 200 Meter lang.