Lagerstätten / die Typen

Witwatersrand Typ

Das in Südafrika gelegene Witwatersrand Goldfeld ist das größte Goldfeld der Welt. Bislang wurden dort mehr als 40.000 Tonnen Gold gefördert. Soviel wie in keiner anderen Mine auf der ganzen Welt. Die Erze sind etwa 1,8 Milliarden Jahre alt und enthalten gediegenes Gold und Pyrit. Die Lagerstätte wird auch als eine Palaeo-Seifenlagerstätte bezeichnet. Die restlichen Goldressourcen dieser Lagerstätte werden auf etwa 10.000 Tonnen Gold geschätzt. Bedenkt man, dass bisher weltweit geschätzte 140.000 Tonnen Gold gefördert wurden scheinen diese unglaublichen Zahlen nahezu fantastisch. In diesem Gebiet wird auch das tiefste Bergwerk der Welt betrieben. Es reicht bis zu 4.000 Meter in das Erdinnere und ist nur bei hohem Goldpreis wirtschaftlich rentabel.

Orogene Goldlagerstätten

Eine der wichtigsten Goldlagerstätten Typen sind die sogenannten Orogenen Goldlagerstätten. Diese Lagerstätten entstehen während der Gebirgsbildung. Die Goldgehalte dieser Lagerstätten sind meist sehr hoch und bewegen sich nicht selten bei über 10 Gramm Gold je Tonne taubes Gestein. Diese Lagerstätten bildeten sich während der gesamten erdgeschichtlichen Entwicklung. Bedeutende Vorkommen dieses Typs gibt es beispielsweise in Afrika und Westaustralien, den USA, Ghana und Brasilien. Aber auch jüngere Vorkommen dieser Art gibt es. Ein Beispiel ist das sogenannte Tauerngold in den Alpen (vom Ligurischen Meer bis zum Pannonischen Becken). Orogene Goldlagerstätten sind fast ausschließlich reine Gold Lagerstätten ohne weitere Gewinnungsmöglichkeiten für andere Edelmetalle.

weitere Lagerstätten

Weitere wichtige Goldlagerstätten Typen sind die Epithermalen Goldlagerstätten und Lagerstätten des Carlin Typs. Carlin Lagerstätten bildeten sich in kurzer Zeit, in einem Intervall von etwa 42 bis 30 Millionen Jahren. Da der durchschnittliche Goldgehalt je Tonne nur 1 bis 10 Gramm beträgt ist die Förderung wirtschaftlich sehr aufwändig und nur bei hohen Goldpreisen rentabel. Weiter Typen sind noch die Porphyrische Cu-Au-Lagerstätten und die VHMS/SHMS-Lagerstätten.

Eine für Touristen und Hobbygoldsucher wichtige Lagerstätte ist die Sekundäre Lagerstätte, auch als Waschgold bzw. Seifengold bezeichnet. Fast alle Flüsse Europas führen Spuren von Gold mit. Dieses Gold war meist in Form von dünnen Blattgoldblättchen in Gesteinen eingelagert. Durch Verwitterungsprozesse wird das Gold als sogenannte Seife freigesetzt und gelangt so in den natürlichen Wasserkreislauf der dann in den Flüssen Europas übergeht.